Notfallseelsorge

FeuerwehrseelsorgerKoordinator SbE-Team
Joan Deatcu
Warferdonn 38b
25715 Eddelak
04855 / 89 12 98
SbE 0172 408 42 58
DownloadInformationsblatt für Einsatzkräfte

Notfallseelsorge

  • Notfallseelsorge kann jederzeit über die Leitstelle angefordert werden.
  • Zur Notfallseelsorge kommt in der Regel der / die nächste verfügbare Pastor(in).
  • Notfallseelsorge kümmert sich um die verschiedenen Betroffenen eines Unglücks:

    • Angehörige eines Verstorbenen oder auch Verletzten
    • Nachbarn
    • Augenzeugen
    • Unfallgegner
    • Ersthelfer
    • ..... ...... .....

Bitte an die Kamerad(inn)en der Feuerwehr:
Trotz aller Arbeit im Einsatzgeschehen möglichst frühzeitig auf Betroffene achten, gegebenenfalls Notfallseelsorge alarmieren und bis zu deren Eintreffen die Betroffenen betreuen:

  • beachten: mit wem rede ich?
  • Nach Möglichkeit geschützten Raum aufsuchen (Schutz vor den Gefahren der Einsatzstelle, aber auch z.B. vor Kälte, Nässe, vor dem Anblick des Einsatzes, vor der Presse(!!)
  • Ins Gespräch ziehen
  • Gegebenenfalls Körperkontakt anbieten

Einsatznachsorge / SbE („Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen“)

  • Einsatznachsorge kann jederzeit über die Leitstelle angefordert werden.
  • Zur Einsatznachsorge kommt in der Regel ein Team aus Pastor(in) [oder Psychologe o.ä.] und geschulten Kameraden aus Feuerwehr und Rettungsdienst.
  • Einsatznachsorge kümmert sich um Einsatzkräfte:

    • während eines Einsatzes: um bereits ausgelöste Kamerad(inn)en
    • direkt nach dem Einsatz: Einsatzabschlussgespräch (unter seelsorgerlichem Aspekt)
    • 1-2 Tage nach dem Einsatz: Einsatznachgespräch (unter seelsorgerlichem Aspekt)
    • bis zu 4 Wochen nach dem Einsatz: Einzelgespräche
    • Spätestens bei Störungen, die länger als 4 Wochen dauern, erfolgt die Vermittlung an Trauma-Psychologen. (Kostenübernahme durch FeuerwehrUnfallKasse)

Zum Thema „Stress“

Anfälligkeit

  • nach Tagesform: körperliche Fitness, beruflicher und familiärer Stress, ...
  • persönliche Beziehung: (manchmal auch unbewusste) Erinnerung an etwas eigenes
  • besonders belastend:

    • Unglücke mit Kindern, mit sehr vielen Verletzten / Toten, mit besonders entstellenden Verletzungen, mit intensiven Gerüchen usw.

Reaktionen
gedanklich / gefühlsmäßig / körperlich

Bearbeitung

  • reden lassen („zur Sprache bringen“)
  • Realitäten nicht verwischen
  • helfen, die nächsten Stunden zu organisieren
  • vor weiteren Gefahren (Straßenverkehr, Maschinen, ...) bewahren
  • an den jeweils eigenen Weg erinnern!